5 grundlegende Bearbeitungen, die Ihre Fotos verbessern

5 grundlegende Bearbeitungen, die Ihre Fotos verbessern

Nahezu jedes Foto, das mit einer Digitalkamera aufgenommen wurde,  muss bearbeitet werden. Oft reichen ein paar einfache Schritte aus, um Ihre Bilder auf eine höheres Niveau zu bringen. Egal, ob Sie ein zu dunkles Foto aufhellen möchten oder nicht wissen, wie man ein Bild am besten zuschneidet, dieser Artikel hilft Ihnen dabei.

Wenn Sie in der Fotografie noch nicht so bewandert sind, fragen Sie sich vielleicht, welche Bearbeitungen man überhaupt vornehmen muss, damit die Fotos besser aussehen. Wir zeigen Ihnen einige der absolut grundlegenden. Sobald Sie diese beherrschen, können Sie einige der häufigsten Mängel beheben. Zum Beispiel, wenn Ihre Bilder zu dunkel, zu gelb oder schief sind. Sie werden sehen, dass bereits ein paar grundlegende Anpassungen Wunder bewirken können.

Schalten Sie Zoner Photo Studio X in das Modul Entwickeln. In diesem Modul können Sie zerstörungsfreie Änderungen vornehmen. Wenn Ihnen die Bearbeitung nicht gelingen sollte, können Sie sie ganz einfach rückgängig machen. Außerdem wird das Originalfoto nicht überschrieben, sodass Sie sich keine Sorgen um das Originalfoto machen müssen.

5 grundlegende Bearbeitungen, die Ihre Fotos verbessern
An diesem Beispielfoto zeigen wir die grundlegenden Bearbeitungen.

1. Freistellen und Drehen

Verwenden Sie Freistellen und Drehen (C), um ein schiefes Foto ganz einfach auszurichten oder zuzuschneiden, um so die Komposition anzupassen. Auf dem Beispielfoto ist der Horizont schief und muss begradigt werden. Verwenden Sie den Schieberegler Drehen, um das Foto zu begradigen, oder drehen Sie es, indem Sie außerhalb des markierten Zuschneidebereichs klicken und ziehen.

Das Werkzeug Linien ausrichten (K) ist für die erweiterte Begradigung des Horizonts und abfallender Linien geeignet. Für die grundlegende Bearbeitung genügt aber normalerweise Freistellen und Drehen (C).

Durch das Zuschneiden können Sie die Komposition optimieren oder störende Elemente  vom Foto entfernen. Das Beispielfoto habe ich so zugeschnitten, dass das Model ungefähr gemäß der Drittelregel angeordnet ist.

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Mit Freistellen und Drehen (C) optimieren Sie die Ausrichtung und Komposition des Fotos.

Achten Sie darauf, das Foto nicht zu stark zuzuschneiden. Dadurch wird die Auflösung unnötig reduziert, die später beim Drucken in größerem Maßstab, aber auch beim Teilen auf Facebook möglicherweise fehlt. Wir empfehlen außerdem das voreingestellte Seitenverhältnis zu nutzen. Dies erleichtert Ihnen das Drucken in gängigen Formaten. Zum Beispiel sind 3:2 oder 4:3 bewährte und gängige Seitenverhältnisse, mit denen Sie nichts falsch machen können.

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Foto nach dem Ausrichten und Zuschneiden.

2. Weißabgleich

Der Weißabgleich gehört zu den wichtigsten Anpassungen. Es kommt häufig vor, dass beispielsweise beim Fotografieren mit künstlichem Licht die Fotos zu gelb sind und beim Fotografieren nach Sonnenuntergang wiederum zu blaustichig.

Den Weißabgleich können Sie mit den Bearbeitungswerkzeugen im rechten Bereich anpassen. Er hilft Ihnen, die Farbtemperatur einzustellen. Wenn Ihr Bild ein farbneutrales Objekt (weiß, grau) enthält, empfehlen wir, eine Pipette zu verwenden und auf einen neutralen Bereich des Fotos doppelt zu klicken (z. B. das Weiß der Augen, ein weißes T-Shirt oder Schnee).

Wenn das Bild keinen farbneutralen Bereich hat, gleichen Sie das Weiß mit den Schiebereglern für Temperatur und Abstufung ab.

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Das Foto war mir zu gelb. Zwar nur leicht, aber es hat eine Anpassung verdient. Die Verschiebung der Temperatur hat geholfen.

3. Belichtung

Passen Sie die Schieberegler im Belichtungsfeld an, um das Foto aufzuhellen oder abzudunkeln und andere Belichtungseinstellungen vorzunehmen. Verwenden Sie zuerst den Schieberegler Belichtung. Pluswerte hellen das Bild auf und Minuswerte dunkeln es ab.

Lichter und ihre Dimmung können Sie nutzen, wenn das Bild überbelichtete Stellen enthält. Durch die Verschiebung in negative Werte können Sie diesen Nebeneffekt reduzieren, aber nicht vollständig unterdrücken. Durch Pluswerte betonen Sie die Lichter. Der Schieberegler Schatten funktioniert ähnlich, jedoch an den dunkelsten Stellen.

Der Schwarzpunkt verdunkelt die dunklen Bereiche. Er kommt zum Einsatz, wenn es dem Foto an Schwarz fehlt. Der Weißpunkt hat eine ähnliche Funktion bei hellen Bereichen.

Verwenden Sie Lichter, Schatten, Schwarzpunkt und Weißpunkt nur dann, wenn Ihnen die Belichtungseinstellung des Fotos mit dem Schieberegler Belichtung nicht gelingt.

Beim Einstellen des Kontrasts werden die Werte selten auf einen Minuswert eingestellt. Eine Kontrastreduzierung ist nur in Ausnahmefällen erwünscht.

Stellen Sie sicher, dass das Foto sowohl an hellen als auch an dunklen Stellen Struktur aufweist. Ein ausgezeichnetes Werkzeug zur Steuerung der Belichtung ist das Histogramm, das die Verteilung der Helligkeit des Fotos (Licht und Schatten) zeigt.

Wir empfehlen außerdem den Schieberegler Klarheit zu verwenden. Dieser hilft Ihnen den Kontrast an den Kanten von Objekten zu erhöhen. Das Foto wird insgesamt ausdrucksvoller und wirkt etwas schärfer.

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Foto nach dem Einstellen der Schieberegler im Belichtungsfenster.

4. Grundlegende Farbanpassung

Das Erste, was angepasst werden muss, ist die Farbsättigung. Gehen Sie zum Bedienfeld Farbe und achten Sie auf die Schieberegler Sättigung und Dynamik. Der Schieberegler Sättigung beeinflusst die Sättigung aller Farben im Bild. Der Schieberegler Dynamik wirkt sich nur auf die Farben aus, die im Ausgangsbild weniger ausgeprägt waren.

Meistens ist es von Vorteil, die Sättigung zu reduzieren und die Dynamik zu erhöhen. Dadurch werden ausgewogenere Farben erzielt.

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Ich habe die Sättigung reduziert und die Dynamik erhöht. Dadurch habe ich eine ausgewogenere Farbgebung erhalten.

Die Farbtönung ist eine sehr schnelle, einfache und effektive Bearbeitungsmethode. Mit ihrer Hilfe verleihen Sie dem Foto die richtige Farbatmosphäre. Anhand der Farbkreise wählen Sie die Farbe, mit der Zoner Photo Studio X die Schatten und die Farbe des Lichts einfärben soll.

Sie können die Schatten und Lichter auch separat bearbeiten oder den Farbton genauer einstellen. Es gibt viele Farbkombinationen, jedoch empfehlen wir Kontrastfarben einzusetzen – also diejenigen, die auf den gegenüberliegenden Seiten des Farbkreises liegen.

5 grundlegende Bearbeitungen, die Ihre Fotos verbessern
Farbtönung ist eine großartige Methode, um Ihre eigene Farbhandschrift zu erstellen. Sie eignet sich auch für Fotos, denen Sie einen leichten Retro-Touch verleihen möchten.

Zoner Photo Studio X bietet eine breite Palette an weiteren Farbwerkzeugen. Sie können die Farben von Objekten oder des ganzen Fotos mithilfe der Farbverschiebung ändern. Die RGB-Kanäle können Sie mit der Verschiebung der Grundfarben beeinflussen. Die Farbverschiebung können Sie beispielsweise auch lokal anwenden.

5. Das i-Tüpfelchen – Effekte

Unter Effekte finden Sie die Option, dem Foto eine Vignettierung oder Körnung hinzuzufügen. Beide Anpassungen werden häufig verwendet und sind recht beliebt. Wir empfehlen jedoch, es nicht zu übertreiben. Eine leichte Vignettierung ist aber fast immer vorteilhaft, da sie dazu beiträgt, den Blick des Betrachters auf den inneren Bereich der Aufnahme zu lenken.

Die ideale Intensität der Vignettierung zeichnet sich dadurch aus, dass man sie auf den ersten Blick nicht bemerkt. Sie können diesen Effekt auch mit dem Radial-Filter (R) erzeugen. Der Radial-Filter hat den Vorteil, dass er viele weitere Effekte enthält, die Sie einstellen können. Aber über dieses Thema haben wir schon im Artikel 5 Tipps zur kreativen Verwendung des Radialfilters geschrieben.

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Das Hinzufügen der Vignettierung kann fast nie schaden. Aber Vorsicht – übertreiben Sie es nicht! Eine ideale Vignettierung ist eine, die auf den ersten Blick nicht ins Auge sticht.
5 grundlegende Bearbeitungen, die Ihre Fotos verbessern
Und nun bin ich mit der Grundbearbeitung fertig und kann speichern! Wenn ich das Foto in einer Auflösung für soziale Netzwerke exportiere, kann ich es sofort bequem auf Facebook hochladen. Kollege David, der auf dem Foto zu sehen ist, wird sich sicherlich freuen. 🙂

Und zum Schluss? Natürlich speichern und teilen

Das waren einige der grundlegenden Bearbeitungen. Wenn Sie alle Werte festgelegt haben und das Bild Ihrer Vorstellung entspricht, speichern Sie es mit der Schaltfläche Exportieren. Sie können zwischen TIFF, PNG und verschiedenen Versionen von JPG wählen.

Beim Exportieren von fertigen Fotos im Modul Entwickeln können Sie aus verschiedenen Einstellungen auswählen und das Foto auch in mehreren Größen gleichzeitig exportieren. Mit einem Klick können Sie es in voller Qualität und gleichzeitig in einer Größe speichern, die für die Freigabe in sozialen Netzwerken geeignet ist.

TIPP: Weitere nützliche Informationen finden Sie im Artikel Die 6 häufigsten Foto-Probleme und wie man sie löst.

Überzeugen Sie sich selbst, wie einfach es ist, Ihre Fotos zuzuschneiden oder die richtige Belichtung einzustellen. Laden Sie Zoner Photo Studio X für 30 Tage lang kostenlos herunter und testen Sie, wie Sie Ihre Fotos ganz leicht optimieren können.

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