3 Tipps, wie man das Hauptmotiv auf Fotos hervorhebt

Jedes gute Foto sollte ein Hauptmotiv haben. Dieses muss so ausdrucksstark wie möglich sein, damit es die Dominante des Fotos bildet. Neben einer geeigneten Komposition hilft Ihnen dabei auch die Bearbeitung des Hintergrunds. Hier erfahren Sie, wie Sie dabei vorgehen sollten.

Was Sie in diesem Artikel erfahren:

  • Wie Sie mit Hilfe von Anpassungen in Zoner Studio das Hauptmotiv eines Fotos hervorheben können.
  • Warum der Hintergrund oft die Aufmerksamkeit auf sich zieht und wie man seine Farben unterdrücken kann.
  • Wie man durch Abdunkeln oder Aufhellen das Motiv von der Umgebung abhebt.
  • Wie man den Hintergrund künstlich unscharf macht und den Look eines Porträtobjektivs nachahmt.
  • Praktische Schritte zur Arbeit mit lokalen Anpassungen, Masken und Ebenen.

Wir zeigen Ihnen zwei grundlegende und eine fortgeschrittene Bearbeitung, mit denen Sie das Objekt auf dem Foto besser zur Geltung bringen. 

Hintergrundfarben unterdrücken

Wenn auf dem Foto Grünflächen den Hintergrund bilden, ziehen sie viel Aufmerksamkeit auf sich. Wenn Sie sie leicht unterdrücken, kommt die porträtierte Person besser zur Geltung. Öffnen Sie das Foto in Zoner Studio im Modul Entwickeln. Für ein präziseres Ergebnis wechseln Sie zu Lokale Anpassungen (L) und wählen Sie Hintergrund. Dann müssen Sie nur noch in der Farbverschiebung die Grüntöne finden und deren Sättigung verringern.

Manchmal reicht es nicht aus, nur Grün zu unterdrücken, man muss sich auch auf Gelb oder Blaugrün konzentrieren. 

Vor und nach der Bearbeitung.

Hintergrund abdunkeln

Eine weitere häufig auftretende Situation ist, dass das Foto etwas „flach” wirkt und das Hauptmotiv untergeht, da es genauso hell oder dunkel ist wie der Rest des Fotos. Um dieses Problem zu beheben, verdunkeln Sie den Hintergrund (oder hellen Sie das Hauptmotiv auf). Wechseln Sie zu Entwickeln und wählen Sie unter „Lokale Anpassungen“ (L) „Hintergrund“. Verringern Sie im Bereich Belichtung die Werte für Lichter, Schatten und gegebenenfalls Belichtung – je nachdem, was auf Ihrem Foto am besten aussieht.

Sie können auch andere Funktionen ausprobieren. Manchmal funktioniert es, die Sättigung oder den Weißabgleich im Hintergrund des Fotos zu ändern. 

Vor und nach der Bearbeitung.

Hintergrund weichzeichnen

Insbesondere bei Fotos, die mit einem Smartphone aufgenommen wurden, kann es manchmal sinnvoll sein, den Eindruck zu erwecken, dass sie mit einer Kamera mit Porträtobjektiv aufgenommen wurden. Mit dieser Technik können Sie den Hintergrund unscharf machen, wodurch das Hauptmotiv besser zur Geltung kommt.

Öffnen Sie das Foto, dessen Hintergrund Sie weichzeichnen möchten, im Modul Editor (Bearbeiten). Duplizieren Sie die Ebene mit dem Bild und wählen Sie mit den Auswahlwerkzeugen die gesamte Person aus. In der Regel eignet sich dafür am besten das Magnetische Lasso (A). Die Auswahl können Sie anschließend mit der Funktion Auswahl verfeinern noch weiter optimieren.

Um die Auswahl zu verfeinern, stellen Sie den Parameter Radius ein und klicken Sie auf Anwenden.

Klicken Sie anschließend auf der duplizierten oberen Ebene auf Auswahl einblenden. Auf der oberen Ebene bleibt somit nur der Vordergrund übrig.

Erstellen Sie eine Maske mit der Schaltfläche Auswahl einblenden.

Klicken Sie auf die untere Ebene. Um ein optimales Ergebnis zu erzielen, müssen Sie die Ränder des Objekts retuschieren, da diese sonst beim Weichzeichnen Probleme verursachen würden. Am besten eignet sich hierfür der Klon-Stempel (S) oder der Retusche-Pinsel (J). Um bequemer arbeiten zu können, blenden Sie die obere Ebene mit dem Augensymbol neben der Ebene aus. 

Beschäftigen Sie sich nicht zu sehr mit Details, denn diese werden letztendlich ohnehin verwischt. Duplizieren Sie die untere Ebene zur Sicherheit mit der Schaltfläche Ebene duplizieren in der ersten Zeile des Ebenenbedienfelds. Dies ist nicht immer erforderlich, in diesem Fall jedoch notwendig. 

Machen Sie die oberste Ebene wieder sichtbar, suchen Sie in der oberen Symbolleiste die Registerkarte Verbessern und wählen Sie dort Weichzeichnen.

Suchen Sie in der oberen Symbolleiste Verbessern -> Weichzeichnen.

Wählen Sie die Weichzeichnungsart aus. In der Regel empfiehlt sich die Verwendung von Fläche oder Gauss. Legen Sie mit „Stärke“ fest, wie stark die Weichzeichnung sein soll.

Wenn Sie zufrieden sind, klicken Sie auf Anwenden. 

Bei gewöhnlichen Porträts, bei denen der Boden nicht zu sehen ist, wäre das schon alles, aber in unserem Fall macht es keinen Sinn, dass alles knapp unterhalb des Objekts unscharf ist, da sich der Boden auf derselben Fokusebene befindet. Wir müssen also die Schärfe im unteren Bereich entfernen. Das ist ganz einfach: Fügen Sie der Ebene eine Maske hinzu, indem Sie auf das Maskensymbol klicken und Alles anzeigen auswählen. Wechseln Sie oben zu den Zeichenwerkzeugen, wählen Sie Verlauf und ziehen Sie ihn von unten nach oben. Klicken Sie auf Anwenden und fertig. 

Das Ergebnis wird Ihnen sofort angezeigt, sodass Sie den Verlauf bequem so einstellen können, dass er genau richtig ist. 

Diese Funktion ist bei vielen Smartphones bereits standardmäßig integriert. Allerdings gibt es noch Einschränkungen hinsichtlich der Genauigkeit und beispielsweise der Tatsache, dass die Weichzeichnerfunktion nicht für alle Brennweiten verfügbar ist. Daher ist es gut, dieses Verfahren zu beherrschen.

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FAQ

Funktionieren diese Verfahren auch bei Handyfotos? Ja. Farbkorrekturen und das Abdunkeln des Hintergrunds funktionieren bei jedem Bild. Das Weichzeichnen des Hintergrunds ist bei Handyfotos sogar sehr nützlich, da es die fehlende geringe Schärfentiefe oder Ungenauigkeiten bei deren Simulation im Handy ausgleicht.

Muss ich in RAW bearbeiten? Das ist nicht unbedingt notwendig, allerdings bietet RAW mehr Spielraum für die Bearbeitung von Belichtung und Farben ohne Qualitätsverlust.

Was passiert, wenn die automatische Hintergrundauswahl ungenau ist? Die Maske kann jederzeit manuell mit dem Pinsel angepasst werden.

Wie stark soll die Weichzeichnung sein? Lieber weniger als mehr – das Ziel ist ein natürliches Aussehen, kein „künstlicher Ausschnitt“-Effekt.

Wird die Technik des Weichzeichnens das echte Porträtobjektiv ersetzen? Nicht ganz, aber für das Internet und Familienfotos kommt das Ergebnis einem Porträtobjektiv recht nahe.

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AutorMatěj Liška

Ich fotografiere gerne Menschen. Hochzeiten, Porträts, Bälle... Ich bin stets auf der Suche nach Gegenlicht, probiere verschiedene Beleuchtungsoptionen aus und bevorzuge kürzere Objektive. Ich mag meine Nikon, Gitarre und Kebab. Sie können meine Fotos auf meiner Webseite oder auf Facebook finden.

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