6 Tipps, was man draußen fotografieren kann, wenn schlechtes Wetter ist

Schlechtes Wetter ist leider manchmal die Realität, gegen die man nichts tun kann. Sie können es aber zu Ihrem Vorteil nutzen. Integrieren Sie das Wetter ganz einfach in Ihre Geschichte ein, die Ihre Bilder erzählen sollen. Und Sie werden sich wundern, dass der Nebel und ein grauer Himmel Wunder bewirken können.

Die orangefarbenen Blätter liegen schon längst auf dem Boden. Jeden Morgen zieht der Nebel über die Felder und mindestens einmal pro Woche müssen wir den Regenschirm auspacken. Der kalte Winter rückt näher und näher. Das bedeutet aber noch lange nicht, dass Sie mit dem Fotografieren aufhören müssen.

Im letzten Artikel haben wir darüber gesprochen, was man daheim fotografieren kann, wenn draußen schlechtes Wetter ist. Falls Sie sich jedoch dazu überreden, bei schlechten Wetter auch ins Freie zu gehen, dann sollten Sie versuchen, die Situation für sich zu nutzen. Denn auch schlechtes Wetter kann sich für gelungene Aufnahmen lohnen.

Pflanzen

Dank den Wassertropfen können Sie besonders gut Ihre Fähigkeiten bezüglich der Schärfentiefe trainieren. Es genügt schon, wenn Sie Gras oder eine geeignete Pflanze finden. Hier können Sie dann experimentieren und die Pflanze von verschiedenen Perspektiven fotografieren.

Früh am Morgen liegt das Gras aufgrund des Frühtaus fast auf der Erde. Ich habe daher eine Komposition gewählt, in der das Gras diagonal in die rechte Ecke zeigt.
Nikon D3300, AF-S NIKKOR 35 mm 1:1. 8 G, 1/320 s, f/7.1, ISO 320

Tiere

Wahrscheinlich wundern Sie sich, warum ausgerechnet Tiere. Ich war damals selbst überrascht, welch wunderbare Atmosphäre dem Bild bei schlechtem Wetter verliehen wird. Danach wurde mir bewusst, dass es eigentlich etwas ganz Natürliches ist. Die Menschen schützen sich vor schlechtem Wetter, während wilde Tiere in einer Symbiose mit ihm leben. Ein dichter Nebel, welcher den Löwen von allen Seiten umschließt, verleiht dem Foto eine geheimnisvolle Atmosphäre.

An diesem Morgen war ich vom Wetter ziemlich enttäuscht, aber das Ergebnis des Fotos hat mich überrascht.
Nikon D3300, AF-S NIKKOR 35 mm 1:1. 8 G, 1/160 s, f/4.5, ISO 250

Menschen

Egal ob es windig, kalt oder regnerisch ist, es lohnt sich immer Menschen zu fotografieren. Und dank dem Wetter erzählt die Aufnahme oftmals eine Geschichte. Auf dem unteren Bild sind drei Geschwister zu sehen, die auf einer Bank an einem wütenden Ufer des Sees balancieren. Das anscheinend langweilige Bild wird dadurch interessant, dass alle drei Personen die Ente beobachten, die von den Wellen kaum beeindruckt ist.

Ich habe bei der Bildbearbeitung die kühlen Farben beibehalten und den Kontrast leicht erhöht, damit die wilden Wellen noch mehr hervorstechen.
Nikon D3300, AF-S NIKKOR 35 mm 1:1. 8 G, 1/1600 s, f/1.8, ISO 100

Architektur

Häuser, Kirchen, Brücken und so weiter. Monumente, die seit Jahrhunderten den schlechten Wetterverhältnissen standhalten. Ein regnerischer Tag wirkt bei diesen Objekten oftmals imposanter als bei Sonnenschein.

Die Betonbrücke wirkt sehr rau und das schwedische Wetter hat diese Erscheinung noch mehr betont. Die Brücke endet absichtlich in der rechten Ecke.
Nikon D3300, AF-S NIKKOR 35 mm 1:1. 8 G, 1/1000 s, f/1.8, ISO 100

Landschaft

Es langt schon oftmals nur die Landschaft zu fotografieren, die sich aufgrund des Wetters beträchtlich ändert. Schon dies ist ein interessantes Thema, mit dem Sie sehr gut experimentieren können.

Die Fotografien sind sozusagen eine dokumentarische Erfassung der Geschehnisse. Und falls Sie vom Urlaub zurückkehren, wo es stets windig war und regnete, dann wird man dies an den Bildern erkennen.

Die Einstellung der Fotokamera war bei dieser Aufnahme nicht ideal. Achten Sie darauf, dass die Blende unnötig weit geöffnet war. Daher musste ich übertriebenerweise die Verschlusszeit reduzieren. Ferner habe ich bei der nachträglichen Bearbeitung den Wert bei Lichter deutlich reduziert.
Nikon D3300, AF-S NIKKOR 35 mm 1:1. 8 G, 1/2000 s, f/1.8, ISO 100

Details und Makros

Es ist zu einfach zu sagen, dass draußen schlechtes Wetter ist und es sich deshalb nicht lohnt, fotografieren zu gehen. Aber oftmals entgeht uns ein interessanter Moment, der nur dank des Nebels, des Regens oder dem Gewitter entsteht. Halten Sie daher immer die Augen auf, auch bei schlechtem Wetter und achten Sie auch auf Details.

Ein absolut langweiliger Hintergrund und eine ganz normale Aufnahme. Die Anwesenheit des Handschuhs bringt den Betrachter jedoch zum Nachdenken, wie der Handschuh an diesen Ort gekommen ist.
Nikon D3300, AF-S NIKKOR 35 mm 1:1. 8 G, 1/1000 s, f/1.8, ISO 200

Haben Sie keine Angst vor schlechtem Wetter

Und was folgt daraus? Nichts anderes, als das es für einen Fotografen keine schlechten Bedingungen gibt. Schwierigere Bedingungen stellen nämlich eine Gelegenheit sowie Herausforderung dar. Der Regen kann daher sowohl eine Ausrede dafür sein, dass es sich nicht lohnt ins Freie zu gehen, aber auch ein Grund, warum man sich auf die Jagd nach einer gelungenen Aufnahme macht.

Letzte Änderung 21. Dezember 2017

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Autor: Lenka Jebackova

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