Wie fotografiert man mit dem Smartphone? Wichtig sind das richtige Halten und die Komposition

Das Mobilfunkgerät ist stets griffbereit und die Qualität der Fotos ist oftmals mit gewöhnlichen Fotokameras vergleichbar. Dies sind die Hauptvorteile dieser Geräte. Daher trifft man immer öfter auf Aufnahmen mit dem Smartphone. Aber auch für das Fotografieren mit dem Mobilfunkgerät gibt es Regeln, die Ihnen dabei helfen, die tollsten Aufnahmen zu machen. Erfahren Sie mehr.

Im Vergleich zu gewöhnlichen Fotokameras haben Mobilfunkgeräte einen Nachteil. Sie besitzen einen kleineren Bildsensor. Sie können daher nicht mit so einer Schärfentiefe arbeiten, wie es bei höherwertigeren Kameras der Fall ist. Ferner ist das Risiko von Bildrauschen höher. Zum Glück kann man dieses Problem ganz schnell in Zoner Photo Studio beheben.

Es ist daher wichtiger, an die richtige Belichtung und Komposition zu denken. Und auch daran, wie man das Smartphone hält. Im Vergleich zu den klassischen Fotokameras ist das Halten des Mobilfunkgerätes nämlich i. d. R. nicht so bequem und stabil, weshalb das Risiko besteht, dass man durch die eigene Bewegung unscharfe Bilder macht.

Die richtige Haltung

Beim Fotografieren mit dem Mobilfunkgerät sollten Sie an allererster Stelle an die richtige Haltung denken. Auch wenn die Mobilfunkgeräte über eine Bildstabilisierung verfügen, ist sie nicht ausreichend. Gehen Sie daher folgendermaßen vor:

  1. Halten Sie das Telefon mit beiden Händen. Die Ellenbogen sollten hierbei zu den Füßen zeigen.
  2. Stützen Sie die Ellenbogen auf Ihrem Bauch ab, um die Stabilität zusätzlich zu erhöhen.
  3. Falls Ihr Mobilfunkgerät über einen Auslöserknopf verfügt, dann sollten Sie ihn nutzen. Das Fotografieren wird hierdurch einfacher und ferner minimieren Sie das Risiko, ein verwackeltes Bild durch Ihre Bewegung zu erhalten.

Denken Sie an die Komposition

Wie beim Fotografieren mit einer Fotokamera ist auch beim Fotografieren mit dem Mobilfunkgerät die richtige Komposition ausschlaggebend. Manche Geräte bieten auch die Möglichkeit eines Rasters an. Diese Funktion sollten Sie auf jeden Fall ausnutzen, weil die Bildgestaltung hierdurch viel einfacher wird.

Denken Sie hierbei auch daran, dass sich der Horizont sowie das Hauptmotiv nicht in der Bildmitte befinden sollte. Der Horizont sollte sich entweder im oberen oder unteren Drittel des Bildes befinden. Das Hauptmotiv hingegen eher am Rand – idealerweise im “Goldenen Schnitt”.

Haben Sie aber keine Angst davor, manchmal auch die Regeln zu brechen. Eines der am teuersten versteigerten Fotos ist das Bild Rhein II von Andreas Gursky, wo sich der Horizont in der Mitte der Aufnahme befindet.

Auf dem Screenshot sehen Sie ein Raster, welches die Arbeit mit der Komposition erleichtert.

Werfen Sie einen Blick auf die Kameraeinstellungen Ihres Mobilfunkgerätes. Höchstwahrscheinlich werden Ihnen mehrer Rasteroptionen wie zum Beispiel der Goldene Schnitt oder die Fibonacci-Spirale angeboten.

Wie belichtet man richtig mit dem Mobilfunkgerät

Eine der Vorteile von DSLRs, spiegellosen Systemkameras oder fortgeschrittenen Kompaktkameras ist die Möglichkeit, in den manuellen Modus zu wechseln. Sie können hierdurch selbst die Belichtungsparameter bestimmen und haben so die volle Kontrolle. Und genau dies ermöglichen mittlerweile auch einige Mobilfunkgeräte.

Falls auch Ihr Smartphone hierzu gehört, dann sollten Sie mit den Belichtungseinstellungen auf jeden Fall herumexperimentieren. Meist haben Sie die Wahl, ob die Verschlusszeit und ISO automatisch berechnet werden soll oder ob Sie dies lieber selbst bestimmen.

Eine Möglichkeit wie man den manuellen Modus ausnutzen kann, ist eine ISO im Bereich zwischen 50–200 einzustellen, um so wenig wie nur möglich Bildrauschen zu verursachen. Die Verschlusszeit sollten Sie in diesem Fall automatisch berechnen lassen.

Ferner ist es für kreative Aufnahmen ratsam, die selektive Belichtungsmessung auszuwählen. Die Verschlusszeit und den ISO-Wert lassen Sie automatisch berechnen, während Sie die Belichtung selbst einstellen. Hierdurch erhalten Sie kontrastreichere Aufnahmen.

Ein Eintrag, der die Belichtung je nach Szene einstellt. Die Bezeichnungen können von Hersteller zu Hersteller unterschiedlich sein.

Auch Mobilfunkgeräte können im RAW-Format fotografieren

Jedes Mobilfunkgerät macht praktisch zunächst eine Aufnahme im RAW-Format und wandelt anschließend das Bild in eine JPG-Datei um, auf die der Anwender dann Zugriff hat. Aber in letzter Zeit gibt es immer mehr Geräte, die ihrem Anwender die Möglichkeit bieten, Fotos im RAW-Format zu machen.

Hierdurch stehen Ihnen mehr Bildinformationen zur Verfügung und somit mehr Bearbeitungsmöglichkeiten in Zoner Photo Studio. Manchmal reichen schon ein paar einfache Bearbeitungen aus und der Betrachter erkennt nicht mehr, dass das Foto mit einem Smartphone gemacht wurde.

Manche Mobilfunkgeräte bieten Ihnen die Möglichkeit, sowohl im RAW als auch JPG Format zu fotografieren.

Aufnahme im manuellen Modus und RAW Format. Das Bild wurde anschließend in Zoner Photo Studio X entwickelt.
Honor 8, 1/4000 s, f/2.2, ISO 50

Fotografieren mit dem Mobilfunkgerät – nichts ist unmöglich

Beim Fotografieren mit dem Mobilfunkgerät lohnt sich auch die Nutzung von Zubehör, welche dabei helfen soll, noch schönere Aufnahmen zu machen. Hierzu gehört z. B. die Selfie-Stange. Bei den meisten kann man nämlich die Halterung abschrauben, auf der ein Stativgewinde vorhanden ist. Somit können Sie ein Smartphone auch an einem Stativ befestigen.

Der Vorteil hierbei ist, dass Sie hierdurch Aufnahmen mit längeren Verschlusszeiten machen können. Auch das Fotografieren von Sternen wird hierdurch möglich.

Aufnahme der Sterne mit einem Mobilfunkgerät. Die Aufnahme wurde im RAW-Format gemacht und anschließend im Zoner Photo Studio entwickelt. Auf dem Smartphone habe ich den Zeitauslöser mit 2 s genutzt. Nach der Betätigung des Auslösers habe ich dann das Mobilfunkgerät auf den Boden gelegt.
Honor 8, 30 s, f/2.2, ISO 3200

Mittlerweile ist bei den Smartphones so gut wie nichts unmöglich. Haben Sie daher keine Angst zu experimentieren und das Maximum aus Ihrem Mobilfunkgerät herauszukitzeln.

Letzte Änderung 17. April 2018

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Autor: Josef Gabrhel

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