Weihnachtliche Familienreportage – achten Sie auf Emotionen

Weihnachten ist für viele das schönste Fest des Jahres. Da die ganze Familie zusammenkommt, wäre es schade, sie nicht zu dokumentieren. Ja, wir schreiben absichtlich „dokumentieren“, da sich nicht alles nur ums Fotografieren der kleinen Kinder beim Weihnachtsbaum drehen muss. Und wie genau Sie die Fotodokumentation angehen und welche Technik Sie verwenden sollen? Lesen Sie weiter…

Meistens sehen die weihnachtlichen Familienfotos immer gleich aus. Kinder als auch die erwachsenen Familienmitglieder stehen feierlich gekleidet vor dem geschmückten Christbaum. Versuchen Sie doch einmal, diese Feiertage aus einer anderen Perspektive zu betrachten.

WERDEN SIE BERICHTERSTATTER

Verfolgen Sie das diesjährige Weihnachtsfest als Dokumentarist. Fotografieren Sie alle interessanten Ereignisse und halten Sie die familiäre Atmosphäre und Traditionen fest, die bei jedem anders sind. Mittels dieser Wahrnehmungen werden Ihre Fotos zu etwas Besonderem und sie können Ihnen nach ein paar Jahren viel besser die Atmosphäre dieses konkreten Weihnachtsfests vermitteln.

Foto: Ondřej Oval Valenta

Foto: Ondřej Oval Valenta

ERINNERUNGEN AN EMOTIONEN

Gratulation an Sie falls es Ihnen gelingt eine möglichst authentische Erinnerung an Emotionen zu kreieren – damit haben Sie ein echtes Foto erstellt. Solche Aufnahmen sind besonders wertvoll und bei allen sehr beliebt. Beim Betrachten werden Sie sich an die konkreten Geschehnisse, die Laune, den Duft der Weihnachtsbäckerei, die Freude der Kinder beim Geschenkauspacken erinnern…aber wie stellen Sie es an?

Foto: Andrew Simek

Foto: Andrew Simek

RICHTIGE TECHNIK WÄHLEN

Vergessen Sie nicht, dass Sie eine Reportage fotografieren. Für diese Fotodisziplin ist ein Fokus von 35 mm bei Verwendung einer Full-Frame Spiegelreflexkamera genau richtig (d.h. cca. 22-24 mm für APS-C Spiegelreflex). Der Fokus ist optimal breit, Sie können also an die fotografierte Szene näher ran und die Fotos bekommen eine größere Tiefe. Fixobjektive mit diesen Ausmaßen haben eine ziemlich gute Lichtstärke, weshalb Sie auch mit der Brennweite ein wenig spielen können. Mit der Zeit werden Sie lernen auch ganz gute Porträts mit dieser für Porträts ungewöhnlichen Brennweite zu erstellen. Dabei dürfen Sie aber nicht zu nahe gehen. Eine Eigenschaft dieser Objektive ist auch die fassförmige Bildverzerrung, die unter Umständen die Proportionen des Fotografierten verzerrt. Bei einer Reportage spielt das allerdings keine so große Rolle, weshalb Sie mit einem Objektiv auskommen werden.

NICHT ÜBERTREIBEN

Da an Weihnachten meist nur Familienmitglieder und keine Fremden fotografiert werden, herrscht wohl breite Akzeptanz für Ihr Hobby und keine Abneigung gegen Fotografie. Übertreiben Sie es aber nicht mit Ihrer Aktivität und behindern Sie die anderen nicht. Weniger ist oftmals mehr – vor allem in diesem Fall. Wenn Sie alles fotografieren möchten, werden Ihre Verwandten möglicherweise nicht mehr kooperieren wollen und die Weihnachtsreportage bricht frühzeitig ab.

Obwohl Sie durch diesen Artikel angehalten werden, die Weihnachtsfotografie ein wenig anders zu gestalten, sollten Sie auch auf klassischen Familienfotos unterm Weihnachtsbaum nicht verzichten. Die Familie wird diese angenehme Krönung des Fototages sicherlich zu schätzen wissen.

Foto: Sofie Koubová

Foto: Sofie Koubová

STIL BEWAHREN 

Verarbeiten Sie die Fotos so schnell wie möglich, solange Ihre Erinnerungen an die festgehaltenen Situationen noch frisch sind und richten Sie sich bei der Auswahl eher nach Ihrem Gefühl, als nach technischer Ausführung. Machen Sie sich im Zoner Photo Studio im EXIF ein paar kurze Notizen im Feld Beschreibung. Für die Bearbeitung sollten Sie nur eine Art verwenden, damit sichtbar ist, dass die Bilder aus derselben Serie stammen. Vermeiden Sie Effekte und belassen Sie die Bearbeitungen natürlich. Solche Fotos sind immer gefragt.

FOTOS AUF PAPIER

Zögern Sie nicht nach der Bearbeitung die besten Bilder auszudrucken. Fotos gehören nicht nur aufs Papier, sondern sehen darauf auch viel besser aus. So können sie auch die ältesten Familienmitglieder, die oftmals kein Verständnis für Digitalbilder haben, genießen. Nicht alle wollen digitale Fotos auf Computern oder Fernsehern präsentiert bekommen.

Wenn Sie Weihnachten zu einer Fototradition machen, werden das auch Ihre Liebsten zu schätzen wissen. Vielleicht nicht sofort, aber sobald einmal die familiären Fotoalben durchgeblättert werden, ist Ihnen der Erfolg über mehrere Generationen hinweg sicher.

Letzte Änderung 22. Dezember 2014

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Autor: Majo Elias

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