Verwendung des Verlaufsfilter in ZPS X

Verwendung des Verlaufsfilter in ZPS X

Die neueste Version, Zoner Photo Studio X unterscheidet sich deutlich von den Vorgängerversionen. Sie enthält im Modul Editor die Ebenen sowie Masken und die Möglichkeiten zur nicht-destruktiven Bearbeitung im Modul Entwickeln wurden beträchtlich erweitert.

Dieser Artikel erläutert die Verwendung des Verlaufsfilters (auch Graustufenfilter genannt) und dürfte vor allem für Nutzer der älteren Versionen interessant sein.

Wie war es früher (in ZPS 17 und 18)?

In ZPS 17 und 18 ermöglichte der Verlaufsfilter im Editor die Auswahl zwischen dem Farbverlauf und dem Belichtungsverlauf. Beide Varianten haben jedoch nur die Basisparameter angeboten, wodurch er von seiner Art her ziemlich primitiv war.

In ZPS X sind dann die Ebenen und Masken hinzugekommen, die dem Anwender viel mehr Bearbeitungsmöglichkeiten zur Verfügung stellen. Für die Masken war jedoch ein neuer Verlaufsfilter nötig. Sie finden ihn unter der Bezeichnung Verlauf in den Zeichenwerkzeugen.

Der Verlaufsfilter benötigt immer eine Bildquelle, die er bearbeiten kann. Den Verlauf können Sie hingegen auch in leeren Ebenen oder in der Maske verwenden (wird oftmals verwendet).

Wie arbeitet man also mit dem Verlauf in ZPS X?

In Zoner Photo Studio X haben Sie zwei Möglichkeiten. Die erste Möglichkeit ist schnell und einfacher. Sie nutzt nämlich die nicht-destruktiven Bearbeitungen im Modul Entwickeln und reicht für die gewöhnlichen Bearbeitungen vollkommen aus.

Was ist eine nicht-destruktive Bearbeitung?

Alle Bearbeitungen im Modul Entwickeln sind nicht-destruktiv. Hierbei werden die durchgeführten Bearbeitungen nicht direkt in die Original-Bilddatei geschrieben, sondern in eine eigenständige kleine Datei (Metadatei) – die Originaldatei wird somit nicht berührt und erleidet keine Qualitätseinbußen aufgrund der Bearbeitungen. Daher können Sie jederzeit zu den Bearbeitungsschritten zurückkehren und die Parameter ändern. Zoner Photo Studio sorgt dafür, dass Sie das bearbeitet Bild sehen, auch wenn die Originaldatei weiterhin in Ihrem Originalzustand vorhanden bleibt.

Mehr zu den Vorteilen erfahren Sie in diesem Artikel.

Die zweite Möglichkeit ist etwas anspruchsvoller, aber die investierte Zeit zahlt sich in Form eines hochwertigen Ergebnisses aus, welches Sie jederzeit bearbeiten können.

1. Möglichkeit: Die Arbeit mit dem Verlaufsfilter im Modul Entwickeln

Bei der Mehrheit der Fotos reicht die Bearbeitung im nicht-destruktiven Modul Entwickeln völlig aus. Sie finden hier den Grauverlaufsfilter (auch Verlaufsfilter genannt), der viele Einstellungsmöglichkeiten anbietet und viel besser als das ähnlich klingende Werkzeug in den Vorgängerversionen im Modul Editor ist.

Sobald Sie auf das Icon des Grauverlaufsfilters klicken, erscheint rechts ein Panel mit den Einstellmöglichkeiten. Gleichzeitig können Sie direkt in das Foto Ihren ersten Verlauf einfügen:

Klicken Sie mit der linken Maustaste (gedrückt halten) auf die Stelle im Bild, wo die Verlaufslinie beginnen soll und ziehen Sie den Pfeil bis zu dem Punkt, wo der Verlauf enden soll – jetzt lassen Sie die linke Maustaste (LMT) wieder los.

Sie können auch mehrere Verlaufsfilter im Bild einfügen (klicken Sie hierzu auf Maske hinzufügen). Rechts oben in der Werkzeugleiste finden Sie dann die Liste mit den Masken (Sie können jede Maske mithilfe eines Doppelklicks auf Bezeichnung der jeweiligen Maske umbenennen).

Ferner sehen Sie auch eine Liste mit verschiedenen Parametern – beim Verlaufsfilter können Sie somit gleichzeitig z. B. die Belichtung reduzieren und die Sättigung oder den Wert bei Lichter erhöhen. Falls Sie einen Farbverlauf nutzen möchten, dann sollten Sie alle Parameter auf Null stellen und die Farbintensität erhöhen.

2. Möglichkeit: Verlaufsfilter im Modul Editor

Hier wird man den größten Unterschied im Vergleich zu den älteren Versionen bemerken. Wir werden dies anhand eines klassischen Beispiels demonstrieren, wo wir die Wolken auf dem Bild etwas abdunkeln möchten.

Vor dem Bearbeitungsvorgang erstellen Sie ein Duplikat des Bildes.

Bei der zweiten Ebene (Ebene 2) reduzieren Sie die Belichtung. Ferner führen Sie ebenso die weiteren Bearbeitungen durch, damit in den Wolken eine ausreichende Zeichnung vorhanden ist, ohne dabei überbelichtete Bereiche zu erhalten. Klicken Sie hierzu auf den Button Korrekturen über den Ebenen, wählen Sie die Schnellbearbeitungen aus und ändern Sie die Einstellungen. Vergessen Sie nicht, die Bearbeitungen mit dem grünen Knopf Anwenden zu speichern.

Fügen Sie jetzt eine Maske zur Ebene hinzu (eine Möglichkeit ist, mit der rechten Maustaste auf die Ebene zu klicken und im Menü unter Maske auf Alles anzeigen zu klicken).

Jetzt wählen Sie das Verlaufswerkzeug (unter den Zeichenwerkzeugen) aus. Stellen Sie sicher, dass Sie sich hierbei in der Maske (weißes Feld neben der Ebene) in der zweiten Ebene befinden. Ziehen Sie jetzt den Verlauf von unten nach oben. Das Ergebnis sollte ungefähr wie auf dem Bild aussehen. Vergessen Sie auch hier nicht, den ganzen Prozess mit Anwenden zu bestätigen.

Was ist passiert? Sie haben eine zweite, dunklere Ebene erstellt und anschließend eine Maske hinzugefügt, die bestimmt, wo die entsprechende Ebene angezeigt werden soll. Danach haben Sie einen Verlauf (von Schwarz nach Weiß) hinzugefügt – dieser Verlauf sagt dem Programm, dass von der oberen (zweiten) Ebene schrittweise mehr angezeigt werden soll und dies bis zum Pfeil.

Der Vorteil dieser Vorgehensweise ist, dass Sie jederzeit die Deckkraft in einem beliebigen Bildbereich bearbeiten können und somit den Effekt entweder verstärken oder reduzieren können.

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