Verwendung des Graufilters bei der Fotobearbeitung

Der Grauverlaufsfilter wird in der Regel zum Abdunkeln bzw. oder zur Färbung des oberen Bereichs der Aufnahme – Himmel – verwendet. Er ersetzt sozusagen die Funktion des mechanischen Grauverlaufsfilters, der normalerweise auf dem Objektiv montiert wird. Im neuen ZPS X ist diese einfache Funktion jedoch verbessert und um Funktionen erweitert worden. Somit bieten sich neue Anwendungsmöglichkeiten an.

Außer dem mechanischen Graufverlaufsfilter gibt es auch noch den „virtuellen“ Graufilter. Hierbei handelt sich um ein Werkzeug im Zoner Photo Studio, welches bereits in Version 18 im Editor verfügbar war. In ZPS X ist der Graufverlaufsfilter jetzt auch im Modul Entwickeln verfügbar und bietet zudem neue Funktionen. Sie können den Filter somit auch für nicht-destruktive Bearbeitung sowie RAW-Aufnahmen verwenden.

Mehrere Einstellungsmöglichkeiten

Der aktuelle Graufverlaufsfilter bietet momentan 9 Einstellungsmöglichkeiten. Somit können Sie einen Bildbereich nicht nur abdunkeln oder aufhellen, sondern auch den Kontrast, die Schärfe oder ganz einfach nur mit den Schatten und den Lichtern arbeiten. Zudem kann man die Farbe des Filters anpassen.

Die neuen Einstellungsparameter beim Grauverlaufsfilter.

Die neuen Einstellungsparameter beim Grauverlaufsfilter.

Den Abendhimmel perfektionieren

Der Himmel am Abend weist oftmals interessante Farben und Nuancen auf. Mit dem Grauverlaufsfilter können Sie zudem die Atmosphäre und Farben noch intensiver wirken lassen. Spielen Sie hierzu mit den Schiebereglern Sättigung und Kontrast.

Anwendung des Graufilters am Abendhimmel.

Anwendung des Graufilters am Abendhimmel.

Sterne hervorheben

Mithilfe der Einstellungen Klarheit und Schärfe können Sie den Sternenhimmel hervorstechen lassen. Diese Einstellungsmöglichkeiten bietet nicht nur der Graufverlaufsfilter. Dennoch eignen sie sich insbesondere dann, wenn man nur einen bestimmten Bereich (z.B. Sterne) hervorheben möchte. Hierzu eignet sich der Graufilter sehr gut.

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Hervorhebung der Sterne (Vor- und nach der Anwendung).

Aufteilung in Licht und Schatten

In den Sommertagen passiert es oft, dass die Sonne auf einen bestimmten Bereich des Fotos strahlt und der Rest im Schatten liegt. Somit ist ein Bereich überbelichtet und einer unterbelichtet. Falls es sich hierbei um einen kontinuierlichen Strahl handelt, dann eignet sich der Grauverlaufsfilter sehr gut.

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Verwendung mehrerer Filter gleichzeitig

Bei diesem Bild könnte man noch den Himmel etwas abdunkeln. Mit einem Klick auf Filter hinzufügen haben Sie die Möglichkeit, mehrere Filter gleichzeitig zu nutzen. Der zweite Filter wird nur einen kleinen Teil im oberen Bereich des Himmels abdunkeln. Die Berechnung der Filter können Sie in der Tabelle sehen.

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Lokales Färben von Fotos

Eine weitere Möglichkeit den Grauverlaufsfilter zu verwenden, ist das lokale Färben einer Aufnahme. Hier eignet sich jedoch besser die Verwendung des Graufilters im Modul Editor. Hier ist nämlich die Verwendung der Einstellungsmöglichkeit Modus notwendig und konkret der Modus Differenz und ein Filter mit einer dunkellilanen Farbe.

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Ein sehr praktisches Werkzeug

Ich persönlich bevorzuge den Graufverlaufsfilter eher am Computer, weil man beim Fotografieren oftmals nicht die Zeit hat, einen Filter anzubringen. Falls Sie im RAW-Format fotografieren, dann stehen Ihnen i.d.R. genügend Daten zur weiteren Bearbeitung zur Verfügung. Dank den neuen Einstellungsmöglichkeiten sowie der Möglichkeit nicht-destruktiv zu arbeiten, ist der Grauverlaufsfilter zu einem sehr praktischen und effektivem Bearbeitungswerkzeug geworden.

 

Letzte Änderung 14. November 2016

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Autor: Matěj Liška

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