Männerporträt: Wie man Männer fotografiert

Männerporträt: Wie man Männer fotografiert

Männer zu fotografieren ist oft schwieriger, als Frauen zu fotografieren. Vielleicht liegt es daran, dass Männer meistens ungern fotografiert werden. Dies führt dann zu einer Ungleichheit in der Menge an Unterrichtsmaterialien über das Fotografieren von Männern und Frauen. In diesem Artikel werden wir uns nicht damit befassen, wie man einen Mann zum Fotografieren überredet. Wir konzentrieren uns vielmehr auf einige wichtige Punkte, die Ihnen helfen, bessere Ergebnisse zu erzielen. Diese Tipps konzentrieren sich auf Männer, viele von ihnen können aber auch gut beim Fotografieren von Frauen eingesetzt werden.

Bevor Sie sich an die Arbeit machen, sollten Sie wissen, wen Sie fotografieren und wie sich derjenige die Fotos vorstellt. Dies gilt mehr oder weniger bei jedem Fotoshooting mit Personen. Ein kleines freundliches Gespräch kann helfen, sich zu entspannen – und das ist der Schlüssel zu großartigen Fotografien. Will er professionell, hart, sexy, vertrauenswürdig oder freundlich aussehen? Wozu will er die Fotos verwenden? Stellen Sie ihn in Posen, die dazu beitragen, das gewünschte Aussehen und die gewünschte Atmosphäre zu schaffen, und stimmen Sie es mit dem richtigen Ausdruck ab.

Achten Sie auf eine geeigneten Komposition und Zuschnitt

Bei der Zusammenstellung der Komposition ist die Drittelregel Ihr bester Freund. Das Prinzip besteht darin, das Hauptobjekt in der Nähe einer der Linien zu platzieren, sodass das Foto horizontal und vertikal in drei gleich große Teile unterteilt ist. Manchmal kann es jedoch vorkommen, dass ein Foto besser aussieht, wenn es etwas anders zusammengesetzt ist. In diesem Fall sollten Sie keine Angst haben, diese Regel wissentlich zu brechen.

Beim Zuschneiden von Porträtfotos wird generell empfohlen, den Schnitt in Gelenken (Ellbogen, Knie, Knöchel usw.) zu vermeiden. Persönlich würde ich empfehlen, diese Regel zu befolgen, jedoch hängt das vom jeweiligen Fall ab. Die Ausnahme bestätigt oft die Regel, und selbst ein Schnitt, wie er nicht im Lehrbuch steht, muss nicht unbedingt schlecht aussehen.

Männerporträt: Wie man Männer fotografiert
Das Prinzip der Drittelregel besteht darin, das Bild horizontal und vertikal in drei gleiche Teile zu teilen. So entstehen neun identische Teile. Nikon Z6, Sigma Art 85/1.4, 1/400 s, f/1.4, ISO 100.

Licht

Licht ist das Wichtigste in der Fotografie und man kann viel damit gewinnen. Scharfes Licht und dramatische Schatten sehen bei Männern großartig aus. Wenn Sie einen muskulösen Mann fotografieren, betonen Sie die Muskeln. Wenn Sie andererseits einen etwas korpulenteren Mann fotografieren, ist es wünschenswert, dass er auf den Fotos schlanker aussieht. All dies können Sie mit der richtigen Beleuchtung erreichen.

Im Gegensatz zu natürlichem Licht haben Sie im Studio die Intensität, Entfernung und Richtung vollständig unter Kontrolle. Haben Sie also keine Angst, das auszunutzen. Eine oder zwei Lichtquellen sind alles, was Sie brauchen, um loszulegen. Im Freien hingegen ist die Arbeit natürlicher und oft einfacher, da Sie nichts einstellen müssen. Sie müssen jedoch mit dem arbeiten, was Sie haben. Das helle Licht eines sonnigen Tages erzeugt starke Schatten und an einem bewölkten Tag entstehen weiche Schatten.

Männerporträt: Wie man Männer fotografiert
Im Studio haben Sie das Licht völlig unter Kontrolle.  Nikon Z6, NIKKOR Z 50mm f/1.8 S, 1/160 s, f 8, ISO 100.

Wählen Sie geeignete Posen

Die richtige Haltung ist für jede Porträtfotografie unerlässlich. Die meisten Männer halten es für wichtig, auf dem Bild männlich auszusehen. Sie tun dies, indem sie ihre Schultern zurücknehmen, ihre Brust hochziehen und den Bauch fest anspannen. Es ist aber wichtig, dass sich der Mann gut fühlt. Wenn er sich unwohl fühlt, wird es an der Pose zu erkennen sein.

Männerporträt: Wie man Männer fotografiert

Wenn man Porträts (und nicht nur von Männern) fotografiert, hört man oft den Satz: „Wohin mit den Händen?“. Trauen Sie sich, die Körpersprache in Ihre Fotos einzubinden. Eine Pose mit verschränkten Armen verleiht Ihrem Modell einen starken, unabhängigen Look. Es ist eine der einfachsten Posen und eignet sich besonders für Männer, die es nicht gewohnt sind, professionell zu posieren.

Hände in den Taschen sehen auch im Stehen gut aus. Dies garantiert Ihnen eine natürliche und entspannte Haltung.

Im Sitzen kann man seine Finger verbinden, die Hände verschränken oder auf die Oberschenkel oder Stuhl lehnen. Sitzposen sind für den Anfang geeignet, wenn ein Mann nicht gewohnt ist fotografiert zu werden. Dadurch entspannt er sich und die anschließenden Stehposen wirken selbstbewusster.

Die Kombination mit einem Motorrad oder Auto funktioniert auch sehr gut. Vor allem, wenn der Mann eine Beziehung zu seiner Maschine hat. Hier hat man den Vorteil, dass er sich auf etwas stützen kann, wodurch das Posieren einfacher und entspannter wird. Wenn das Fotografieren für einen Mann eher eine notwendiges Übel ist, wird er mit seinem Auto oder Motorrad mehr Bilder machen, als ohne.

Männerporträt: Wie man Männer fotografiert
Männer und Autos gehören einfach zusammen. Nikon D300s, Nikon 50/1.8G, 1/160 s, f3,5, ISO 200, Brennweite 50 mm (äquivalent 70 mm).

Wenn Sie ein entspannteres Porträt wünschen, lehnen Sie das Model an die Wand. Wände sind ein gutes Hilfsmittel. Alternativ können Sie ihn auf einem Bein stehen lassen und das andere beugen und an die Wand lehnen. Eine solche Aufnahme kann aus jedem Winkel aufgenommen werden. Alternativ kann er sich mit einem Arm an die Wand lehnen.

Probieren Sie verschiedene Ausdrücke

Wie bei jedem anderen Personen-Fotoshooting ist es umso besser, je natürlicher der Ausdruck ist. Es ist wünschenswert, einen Mann auf Fotografien so festzuhalten, dass seine Persönlichkeit gezeigt wird.

Lassen Sie das Model seine Lippen lockern und Zähne zeigen. Er muss nicht breit lächeln, aber er muss auch nicht unbedingt seine Lippen auf allen Fotos zusammenpressen.

Vorteilhaft wirken bei Männern auch leicht zusammengekniffene Augen. Dies kann durch leichtes Anheben der unteren Augenlider erreicht werden – dies verleiht dem Model Ausdruckstiefe und Ausgeglichenheit.

Versuchen Sie, das Doppelkinn zu minimieren. Dies erreichen Sie, indem Sie von oben auf Augenhöhe fotografieren und sich Ihr Motiv leicht nach vorne neigt. Manchmal reicht es, wenn das Model, das Kinn nach vorne zieht und ein wenig nach unten drückt.

Männerporträt: Wie man Männer fotografiert
Mit einem Blick abseits der Kamera kann man nichts falsch machen. Nikon D750, Sigma Art 35/1.4, 1/100 s, f/1.4, ISO 100.

Denken Sie an eine entsprechende Bearbeitung

Was Unvollkommenheiten der Haut angeht – dies hängt vom Stil jedes Einzelnen ab. Ich bin auf jeden Fall dafür, temporäre Mängel, wie Pickel, zu retuschieren. Was Narben und Muttermale oder die Abmilderung von Fältchen angeht, hängt ganz von Ihrer Absicht ab. Gegebenenfalls ist es ratsam, sich mit dem Model zu beraten.

Insgesamt wird bei männlichen Porträts eine leichtere Bearbeitung empfohlen als bei Frauen. Die Haut von Männern sollte auf dem resultierenden Foto nicht weicher erscheinen als auf Fotos von Frauen und Kindern. Für das Retuschieren der Haut empfehlen wir Zoner Photo Studio X, wo Sie alle erforderlichen Werkzeuge finden.

Jede Woche neue Artikel in Ihrem Posteingang

Abonnieren Sie das Beste von lernen.zoner.de

Die E-Mail-Adresse hat ein falsches Format.

Kommentare