Hochzeitsfotografen sind überteuert. Wahrheit oder Stereotyp?
Der Fotograf kommt zur Hochzeit, isst und trinkt gut, drückt ab und zu auf den Abzug und berechnet einen Betrag, bei dem Ihnen schwarz vor Augen wird. Sie haben von diesem Stereotyp auch schon mal gehört, oder? Lassen Sie uns zusammenfassen, was in den endgültigen Preis für das Hochzeits-Shooting miteinberechnet wird.
Eine der Fragen, denen Sie oft begegnen, ist: Warum berechnen Hochzeitsfotografen so viel für ihre Arbeit? Schauen wir uns genauer an, warum die Preise für Hochzeitsfotografen so hoch sind. Oder sind sie in Wirklichkeit gar nicht hoch?
Ein Profi zu werden kostet einiges
Es ist sehr leicht, der Vorstellung zu verfallen, dass ein Fotograf seine festgesetzte Zeit auf einer Hochzeit verbringt und für diese wenigen Stunden einen extrem hohen Betrag erhält. Man muss es aber genauer betrachten. Das Shooting selbst ist nur die Spitze des Eisbergs. Kein Fotograf wird als Profi geboren. Diesen Status muss er sich erarbeiten.
ZHinter jedem fähigen Fotografen stehen Hunderte von Stunden Selbststudium, eine Fülle von Beratungen, unzählige erfolgreiche oder weniger erfolgreiche Projekte sowie eine Unmenge an Technologie- und Ausbildungskosten. Es handelt sich auch nicht nur um künstlerische Arbeit. Es reicht nicht aus, ein exzellenter Künstler zu sein, Ihre Arbeit muss gesehen werden. In einem übersättigten Markt ist es nicht einfach oder billig zu beweisen, dass Sie der Richtige sind.
Mit Fotografieren ist die Arbeit noch lange nicht getan
Wenn das Brautpaar einen Fotografen auswählt, muss er das Paar so gut wie möglich kennenlernen und sich mit ihren Ideen, Anforderungen und Bedürfnissen vertraut machen. Diese müssen eingehalten werden, damit am Endprodukt nichts fehlt und alle zufrieden sind.
Wenn möglich, schaut sich der Fotograf noch vor dem Hochzeitstag die Location an. Er sucht nach geeigneten Orten für ein inszeniertes Paarshooting und muss herausfinden, wann das Licht ideal ist. Eine lange und akribische Vorbereitung ist der Schlüssel zum Erfolg, obwohl sie nicht sichtbar ist und vom Fotografen nicht präsentiert wird.
Der Fotograf hat eine große Verantwortung
Während des Hochzeitstags ist der Fotograf normalerweise von früh bis spät anwesend, so dass ihm nichts entgehen kann. Es mag den Anschein haben, als würde der Fotograf die Hochzeitsgäste nur gelegentlich hin und her schieben und während eines Gruppenfotos löst er die Situation mit einem Klassiker: „Wer den Fotografen nicht sieht, ist später nicht auf dem Foto.“ Jeder muss auf einem Gruppenfoto zu sehen sein, vom kleinsten Kind bis zur ältesten Großmutter. Dass jemand fehlt oder nicht zu sehen ist, ist ein Fehler des Fotografen. Leider kann niemand im nachhinein dem Foto hinzugefügt werden.
Retuschieren ist nicht in ein paar Minuten erledigt
Retusche ist ein Kapitel für sich. Obwohl es keine Raketenwissenschaft ist, verlangt ihre richtige Beherrschung eine lange Praxis. Sie hat auch ihre Grenzen. Ein paar Pickel und kleinere Mängel sind kein Problem, aber ein deutliches Verbiegen der Realität ist nicht mehr wünschenswert, obwohl es sich viele Hochzeitsgäste sicherlich wünschen würden. Darüber hinaus kostet das Retuschieren der Bilder Zeit. Mit zunehmendem Retuschieraufwand wächst die Bearbeitungszeit im direkten Verhältnis.
Überhaupt ist die gesamte Postproduktion die größte Arbeit, obwohl sie niemand sehen kann. Im Idealfall importiert der Fotograf die Fotos gleich nach der Hochzeit in seinen Computer. Dann erstellt er mindestens ein Backup für alle Fälle. Danach warten stundenlanges Durcharbeiten von enormen Mengen an Material, Sortieren und Auswählen, bevor er sich der kreativen Arbeit widmen kann.
Die eigentliche Bildbearbeitung müssen wir nicht konkret beschreiben. Jeder Fotograf hat seinen eigenen Stil und Workflow. Im Allgemeinen muss er immer als erstes die Software beherrschen, um seine Vision verwirklichen zu können. Das dauert auch seine (und oft sehr lange) Zeit und kostet einiges.
Abschließend
Jeder Beruf ist einzigartig. Und jeder besteht aus einer Menge Teilfähigkeiten, die man beherrschen muss, um sich in der Branche zu profilieren. Das Fotografieren ist keine Ausnahme und kein Fotograf nimmt Geld dafür, um nur den Abzug zu betätigen, wie viele Leute denken.
Sind Sie auf ähnliche Mythen und Vorurteile gestoßen? Zögern Sie nicht, Ihre Erfahrungen in den Kommentaren zu teilen.
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