Fotografieren im Nebel: Verleihen Sie Ihren Fotos eine düstere Atmosphäre. Wir geben Tipps zum Fotografieren und Bearbeiten 

Nebel verringert die Sicht und kann beim Fotografieren viele Schwierigkeiten verursachen. Man kann ihn aber auch sehr gut als kreatives Element nutzen und auf Fotos eine interessante düstere Atmosphäre schaffen. Wir geben Ihnen einige Tipps, wie man im Nebel fotografiert. Wir zeigen Ihnen auch, wie man die entstandene Stimmung durch entsprechende Anpassungen unterstreichen kann.

Im Herbst und Winter bieten sich die meisten Möglichkeiten Nebel zu fotografieren. Man kann ihn auf viele Arten nutzen – wir zeigen Ihnen einige davon. Wir werden uns hauptsächlich darauf konzentrieren, wie man eine kühle, mysteriöse Atmosphäre schafft, die einem Ausschnitt aus einem düsteren Film oder Serie ähnelt. Und wir zeigen auch, wie man diese Atmosphäre in Zoner Photo Studio X noch unterstreicht. 

Warum Sie gerne im Nebel fotografieren werden

Wenn Sie im Nebel fotografieren, können Sie ganz einfach eine abgestufte Komposition erstellen. Objekte, die sich näher an der Kamera befinden, erscheinen klarer und verschwinden mit zunehmender Entfernung im Nebel. Neben einer geringen Schärfentiefe können Sie auch den Nebel nutzen, um das Motiv vom Hintergrund zu trennen. Es ist auch interessant, diese beiden Methoden zu kombinieren. Der Vordergrund wird dank der Kombination aus geringer Schärfentiefe und Nebel noch dominanter.

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Nebel ist ein interessantes kreatives Element.

Ein weiteres besonderes Phänomen sind die negativen Gefühle, die Nebel hervorruft. Da man im Nebel nicht weit sehen kann, wird die Atmosphäre (zum Beispiel im Wald) ein Gefühl der Unruhe hervorrufen, da die Gefahr näher lauern kann, als es scheint. Dies kann man nutzen, wenn man düstere Fotos oder Filme aufnehmen möchte.

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Ein Wald mit Nebel im Hintergrund bildet eine gleichmäßigere Schicht.

Silhouetten funktionieren gut im Nebel

Sie können den Nebel beispielsweise nachts gut nutzen, wo Sie mithilfe von Gegenlicht gut mit Silhouetten arbeiten können. Das ist eine weitere Möglichkeit, etwas Geheimnisvolles zu erschaffen. Und weil das Licht im Nebel Lichtstrahlen erzeugt, eröffnen sich Ihnen weitere interessante Möglichkeiten.

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Eine nächtliche Silhouette im Wald schafft eine mysteriöse Atmosphäre.

Ich empfehle, die bewährte Komposition einer kleinen Gestalt in einem großen Wald auszuprobieren. Die menschliche Silhouette erhält dann einen Maßstab. Das Motiv eines Menschen, der verloren ist und im Nebel umherwandert, ruft entsprechende Emotionen hervor.

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Eine Silhouette aus der Ferne.

So bearbeiten Sie Fotos im Nebel

Der Nebel in der Luft funktioniert ähnlich wie das Beschlagen des Objektivs. Er befindet sich nur nicht direkt auf dem Objektiv, sondern irgendwo davor. Der Effekt ist jedoch sehr ähnlich – der Kontrast wird reduziert. Sobald ich den Kontrast einstelle, werde ich das Foto in eine noch mysteriösere Atmosphäre stimmen.

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Kontrastloses Foto vor der Bearbeitung.

Kontrast erhöhen

Ich öffne das Foto im Modul Entwickeln in Zoner Photo Studio X. Im ersten Schritt werde ich versuchen, den Kontrast des Fotos wiederherzustellen. Verwenden Sie dazu den Schieberegler Kontrast und weitere Werkzeuge im Belichtungsfenster.

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Grundlegende Belichtungseinstellung.

Natürlich ist es auch möglich, den Kontrast mithilfe von Gradationskurven zu erhöhen. In diesem Fall helle ich mit den Gradationskurven nur Schwarz auf, damit die Schatten auf dem Foto etwas heller werden. Ich werde dafür eine Luma-Kurve verwenden, die die Farben nicht beeinflusst, sondern nur die Helligkeit ändert.

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Wenn die Luma-Kurve auf der linken Seite hochgezogen ist, werden die schwarzen Stellen aufgehellt, wodurch das Foto matter wird.

Farben anpassen

Als Nächstes werde ich die Farben vereinheitlichen. Ich möchte das ganze Foto in maximal zwei Farbtöne stimmen – es läuft auf Brauntöne in Kombination mit Blau hinaus. Die Reste der grünen Blätter passen also nicht dazu. Das Foto enthält jedoch wenig Grüntöne, sodass ich einzelne Farbbereiche nicht lokal anpassen muss. Hier reicht es, den Blauton in der Verschiebung der Grundfarben nach links zu verschieben. Dies löst auch das Problem mit dem umgebenden Grün und anderen anliegenden Farben.

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Mit einem Farbton kann man den gesamten Look optimieren.

Lokale Tools steuern die Aufmerksamkeit

Damit sich der Betrachter auf dem Foto besser orientiert, verwende ich den Radialfilter (R) mit der höchsten Übergangsbreite und Belichtung. Bei Bedarf helle ich das Hauptmotiv des Fotos mithilfe der anderen Schieberegler auf.

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Der Radialfilter hebt das Hauptmotiv hervor.

Der hellere Teil der Baumwipfel, die die Gestalt auf dem Foto betrachtet, verdient eine weitere Aufhellung. Dies schafft einen Hinweis auf die Geschichte. Ich helle die Baumkronen mit dem Grauverlaufsfilter (G) auf.

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Der Radialfilter (R) hebt die Stellen des Fotos hervor, die Aufmerksamkeit erregen sollen.

Finale Tönung

Im letzten Schritt möchte ich das Foto farblich tönen. Hier können Sie sich bei der Farbanpassung von Filmen oder Serien mit einem düsteren Thema inspirieren lassen. Eine solche Farbanpassung bewirkt wirklich viel. Die Visualisierung dieser Filme und Serien basiert häufig auf niedrig gesättigten Farbtönen und der Gesamtabstimmung in eine oder zwei Primärfarben.

Hierbei hilft uns die Farbtönung. In unserem Fall ist es günstig, die Schatten in ein Blau-Violett, die Lichter in ein Azur-Türkis und die Gesamttönung in ein Hellorange, welches diese kühlen Farbtöne ausgleicht, zu stimmen.

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Die Farbtönung bestimmt die endgültigen vorherrschenden Farbtöne auf dem Foto.
Foto vor und nach der Bearbeitung.

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